Über die Postleitzahl 26831
Bunde im Rheiderland liegt an der Dollartbucht und grenzt als einzige ostfriesische Gemeinde unmittelbar auf dem Landweg an die Niederlande. Sie bildet fast vollständig die Postleitzahl 26831 mit Ortsteilen wie Wymeer, Bunderhee, Ditzumerverlaat, Boen und mehreren Poldersiedlungen.
Weite Teile des heutigen Gemeindegebiets sind dem Meer erst wieder abgerungen worden: Der Dollart erreichte 1509 mit der Zweiten Cosmas- und Damianflut seine größte Ausdehnung, ehe Einpolderungen wie Heinitzpolder ab 1794 das Land zurückgewannen. Der Wynhamster Kolk zählt mit seiner Lage gut zwei Meter unter dem Meeresspiegel zu den tiefsten Punkten der Bundesrepublik. In Bunderhee steht mit dem um 1400 errichteten Steinhaus eines der ältesten Gebäude Ostfrieslands, ein einstiger Häuptlingssitz, der von 1978 bis 2002 sogar Sitz der Norddeutschen Orgelakademie war. Wymeer wiederum, seit 1319 als Johanniterniederlassung belegt, musste im Spätmittelalter mehrfach wegen der Dollarteinbrüche verlegt werden und bekam nach dem Zweiten Weltkrieg für Jahre einen schmalen Grenzstreifen an die Niederlande abgetreten. Alljährlich zu Pfingsten lockt der traditionelle Pfingstmarkt mehrere Tausend Besucher nach Bunde.
Auf den 102,0 km² der Postleitzahl 26831 leben 7.520 Menschen, das entspricht 74 Einwohnern je Quadratkilometer – bei ansonsten geringer Dichte eine der dünner besiedelten Gemeinden Ostfrieslands. Sie grenzt an Weener und Jemgum.