Über die Postleitzahl 26842
Ostrhauderfehn im Landkreis Leer bildet fast das gesamte Gemeindegebiet der Postleitzahl 26842 und ist die politisch selbstständige Schwestergemeinde von Rhauderfehn, nach deren namensgebendem Geestdorf Rhaude auch die 1769 gegründete Fehnsiedlung Ostrhauderfehn benannt wurde. Zur Gemeinde gehören unter anderem Potshausen, Holtermoor, Holterfehn und Idafehn.
Älteste Spuren menschlicher Anwesenheit finden sich entlang des Langholter Tiefs, wo mesolithische Wildbeuter auf Flugsanddecken siedelten; ein Hortfund bei Ostrhauderfehn mit einer Lanzenspitze und Bronzeschmuck aus dem Saalfelder Erzrevier deutet zudem auf weitreichende Handelsbeziehungen in der jüngeren Bronzezeit hin. Potshausen, erstmals 1409 in einem Hamburg-Lüneburger Schiedsspruch erwähnt, war für seine schon 1662 belegte Klappbrücke über die Leda bekannt. Anders als viele ostfriesische Nachbargemeinden besitzt Ostrhauderfehn keine mittelalterlichen Kirchenbauten mehr. Auffälligstes Bauwerk der Gegenwart ist der Längstwellensender DHO38, dessen Masten mit 352,8 Metern die höchsten Bauwerke Ostfrieslands und die zweithöchsten Deutschlands sind. Alljährlich im April erinnert das Hafenfest am Kanalhafen an die frühere Schifffahrtstradition der Fehnbevölkerung.
Auf den 50,7 km² der Postleitzahl 26842 leben 11.464 Menschen, das ergibt 226 Einwohner je Quadratkilometer. Sie grenzt an Saterland, Rhauderfehn und Detern.