Über die Postleitzahl 27232
Rund 50 Kilometer südlich von Bremen liegt die Kleinstadt Sulingen, Mittelzentrum im Zentrum des Landkreises Diepholz, obwohl die Kernstadt selbst die Marke von zehntausend Einwohnern nicht erreicht. Zur Stadt gehören fünf Ortschaften, von denen Lindern, Groß Lessen, Rathlosen, Nordsulingen und Klein Lessen den größten Teil dieser Postleitzahl ausmachen.
Schon aus der älteren Bronzezeit stammt ein 1899 in Nechtelsen gefundenes Griffzungenschwert, und ein Einbaum aus der Eisenzeit wurde 1952 in der Sule bei Nordsulingen entdeckt. Die evangelische Nicolaikirche ist eine gotische Hallenkirche aus dem 13. Jahrhundert, deren Außenwände allerdings 1875 erneuert wurden. Ihren Namen verdankt Rathlosen der Rodung eines Waldes, worauf die Silben des Ortsnamens hinweisen; erste Erwähnung fand der Ort um 1230. Zu den kulinarischen Besonderheiten zählen Getränke wie der Bullenschluck und die Sulinger Bitter-Wurzen sowie die Gurkensuppe Bültze. Ihren Sitz hat in Sulingen außerdem die Volksbank Niedersachsen-Mitte, während der Schuhhersteller Lloyd lange als bedeutendster Arbeitgeber vor Ort galt.
Südlich des Ortskerns führt seit den 1990er-Jahren die Bundesstraße 214 vorbei, die Diepholz mit Nienburg verbindet. Auf 110,4 km² leben 12.979 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 118 je Quadratkilometer. Zu den Nachbarn zählen unter anderem Kirchdorf, Ehrenburg und Schwaförden.