Über die Postleitzahl 27374
Am Westrand der Lüneburger Heide, um die Quellen des Flüsschens Vissel herum, liegt die Kleinstadt Visselhövede, die mit ihren fünfzehn Ortschaften – darunter Nindorf, Dreeßel, Hiddingen, Jeddingen, Lüdingen, Ottingen, Schwitschen, Wehnsen und Wittorf – diese Postleitzahl fast allein bildet.
An der Stelle, an der die Stadt liegt, stand einst ein vorchristliches Heiligtum; urkundlich erwähnt ist der Ort seit 1258. 1938 erhielt Visselhövede das Stadtrecht. Die gotische St.-Johannis-Kirche von 1358 bekam erst 1799 ihren 23 Meter hohen Glockenturm. Zwölf Treppenspeicher stehen unter Denkmalschutz, darunter ein zweigeschossiger Bau von 1788. Im Ortsteil Königshof soll sich der Überlieferung nach der Hund aus dem Märchen der Bremer Stadtmusikanten dem Esel angeschlossen haben; ein 2008 eingeweihter Radweg verbindet die Stationen der vier Tiere. Carl Friedrich Gauß nutzte nach 1820 den Gipfel des Elmhorstbergs als Vermessungspunkt für das Königreich Hannover. Bis 2016 war die Stadt Bundeswehrstandort; das frühere Kasernengelände dient heute als Gewerbegebiet.
9.305 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 158,5 km², das entspricht 59 je Quadratkilometer. Die Postleitzahl grenzt an Kirchlinteln, Bothel, Walsrode, Soltau und Bomlitz.