Über die Postleitzahl 27498
Draußen in der Deutschen Bucht der Nordsee trägt allein die Gemeinde Helgoland die Postleitzahl 27498. Die amtsfreie Inselgemeinde zählt zum Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein, obwohl vom Ostufer der Hauptinsel bis zum Festland bei Sankt Peter-Ording 48,5 Kilometer Wasser liegen. Eine angrenzende Postleitzahl gibt es deshalb nicht. Zur Gemeinde gehören die Hauptinsel und die Düne, eine kleinere Nebeninsel, die erst entstand, als die Neujahrsflut von 1721 die ursprünglich größere Insel auseinanderbrach. Seit 1890 sind beide deutsches Staatsgebiet.
Die Hauptinsel gliedert sich in das Oberland, das Plateau der Insel, das Unterland und das Mittelland, das erst durch die Sprengung vom 18. April 1947 entstand. Ganz oben erhebt sich der Rand eines Sprengkraters auf 61,3 m ü. NHN; seit 1998 nennt man ihn inoffiziell Pinneberg, wie den Kreis. Hinauf gelangt man mit einem Aufzug oder über drei Treppen mit 182 bis 260 Stufen. Ein Rundweg am Kliff zeigt die Lange Anna, einen 47 m hohen, frei stehenden Felsen, und den Lummenfelsen, den Tausende Seevögel bevölkern.
Am Hafen stehen die bunt gestrichenen Hummerbuden, früher Werkstätten der Fischer. Zwei nachgebaute Buden beherbergen ein kleines James-Krüss-Museum, zu dessen Stücken ein Brief von Astrid Lindgren an den Autor gehört. Fischfang und Lotsendienst haben schon im 19. Jahrhundert an Gewicht verloren; heute leben die Insulaner vom Fremdenverkehr, von der Windenergie und von einer großen Forschungseinrichtung. Helgoland ist Seeheilbad und autofrei. Weil die Insel nicht zum Zollgebiet der Europäischen Union gehört und keine deutschen Verbrauchsteuern anfallen, kommen viele Tagesgäste auch zum zollfreien Einkauf.
Für die 4,2 km² der Postleitzahl weist der Zensus 1.409 Einwohnerinnen und Einwohner aus, rechnerisch 336 je Quadratkilometer. Die Vorwahl lautet 04725, das Kennzeichen PI.