Über die Postleitzahl 27793
Am Fluss Hunte, umgeben vom Naturpark Wildeshauser Geest, liegt Wildeshausen, das der Postleitzahl 27793 als Kreisstadt des Landkreises Oldenburg fast vollständig ihren Namen gibt. Zur Stadt gehören zahlreiche Bauerschaften wie Aldrup, Bühren, Hanstedt, Pestrup und Kleinenkneten.
Die Umgebung wird als „Quadratmeile der deutschen Vorgeschichte“ bezeichnet: Das Pestruper Gräberfeld bei der gleichnamigen Bauerschaft ist mit rund 500 großen und kleinen Grabhügeln die größte bronze- und eisenzeitliche Nekropole Nordmitteleuropas und liegt an der Straße der Megalithkultur. Der Ort Wildeshausen selbst wurde um 800 besiedelt und erstmals in der Translatio Sancti Alexandri erwähnt; sein Name geht vermutlich auf einen Nachkommen des sächsischen Herzogs Widukind zurück. 1700 kam die Stadt an das Kurfürstentum Hannover, das hier das noch bestehende Amtshaus an der Alexanderkirche errichten ließ, 1803 an das Herzogtum Oldenburg. Am 13. November 1972 richtete der Orkan Quimburga mit 200 Stundenkilometern schwere Schäden an Gebäuden, Fahrzeugen und Wäldern an.
Heute ist Wildeshausen vor allem Verwaltungs- und Dienstleistungsstandort mit einem weit über die Stadtgrenzen hinausreichenden Einzugsgebiet; größter Arbeitgeber ist die 1967 in der Bauerschaft Aldrup gegründete Agrarfrost-Gruppe, einer der beiden größten deutschen Hersteller von Tiefkühl- und Kartoffelprodukten. Auf 89,3 km² leben 20.562 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 230 je Quadratkilometer.
Die Stadt grenzt unter anderem an Dötlingen, Großenkneten und Visbek; das Kennzeichen lautet OL.