Über die Postleitzahl 29462
Wustrow (Wendland) liegt im Süden des Landkreises Lüchow-Dannenberg in Niedersachsen, nahe der Grenze zu Sachsen-Anhalt, und gehört zur Samtgemeinde Lüchow (Wendland). Die Postleitzahl deckt praktisch das gesamte Stadtgebiet ab, von der Kernstadt über die Rundlingsdörfer Klennow und Lensian bis zu den Ortsteilen Blütlingen, Güstritz und Teplingen sowie kleineren Splittern wie Dolgow, Ganse, Königshorst, Neritz und Schreyahn.
Um 1217 ließ Tidericus von Wustrow an der Stelle, an der die Dumme in die Jeetzel mündet, eine Burg errichten, die den Warenverkehr auf dem Wasser zwischen Salzwedel und der Elbe absichern sollte; 1377 wird die Siedlung erstmals urkundlich als Stadt bezeichnet, ein Großfeuer im gleichen Jahrhundert ließ 1691 nur fünf Häuser stehen. Der Stadtname geht auf das slawische Wåstrüw für „Insel“ zurück, ebenso tragen Klennow, Lensian, Güstritz und Ganse slawische Namen aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Im Ortsteil Dolgow lebte bis zu ihrem Tod 1756 die letzte Person, die noch Polabisch als Muttersprache sprach. Nordwestlich von Güstritz wurde ein slawisches Gräberfeld aus dem 9. bis 11. Jahrhundert ausgegraben. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen das Museum Wustrow, der an das frühere Kalibergwerk bei Schreyahn erinnernde Pfad „Kali und Leinen“, die St.-Laurentiuskirche und der Künstlerhof Schreyahn, der Autorinnen und Komponisten ein Stipendium bietet. Am ersten Juliwochenende zieht beim Erntefest ein Umzug mit neuen Erntekönigen durch die Stadt.
Auf 30,0 km² kommen 2.623 Einwohnerinnen und Einwohner, rechnerisch 87 je Quadratkilometer. Zwei Naturschutzgebiete liegen im Stadtgebiet: das Salzfloragebiet bei Schreyahn und das südlich von Blütlingen gelegene Blütlinger Holz.
Nachbarorte der Postleitzahl sind Küsten und die Kreisstadt Lüchow im Norden, Lübbow im Osten, Luckau (Wendland) im Westen sowie die Stadt Salzwedel im Süden; die Vorwahl lautet 05843, das Kfz-Kennzeichen DAN.