Über die Postleitzahl 29473
Der Name Göhrde steht im Nordwesten des Landkreises Lüchow-Dannenberg für zwei Gebiete: das unbewohnte gemeindefreie Gebiet, das zum großen Staatsforst gehört, und die zur Samtgemeinde Elbtalaue zählende Gemeinde Göhrde mit ihrer Verwaltung im Ortsteil Metzingen. Zur Postleitzahl gehören außerdem die Weiler Bredenbock, Dübbekold, Govelin, Kollase, Plumbohm, Schmardau, Schmessau, Tollendorf und Wedderien.
Zwei jungsteinzeitliche Großsteingräber bei Grünhagen und der Opferstein von Plumbohm zeugen von einer Besiedlung schon vor mehr als 4500 Jahren. Vom frühen 16. Jahrhundert an diente die Göhrde Adligen als Jagdrevier; zwischen 1706 und 1709 ließ der hannoversche Kurfürst Georg Ludwig hier das dreistöckige Jagdschloss mit rund hundert Zimmern errichten, das nach 1819 wieder abgebrochen wurde. In der Nähe schlug 1813 die alliierte Nordarmee die französischen Truppen Napoleons in der Schlacht an der Göhrde. Später diente das Schlossgelände unter anderem als Erholungsheim, Predigerseminar und Heimvolkshochschule, 1957 entstand dort das Europahaus für Tagungen. Ein 1672 als „Celler Stall“ errichtetes Gebäude beherbergt seit 1985 ein Waldmuseum, seit 2010 unter dem Namen Naturum Göhrde. Der 1874 eröffnete Bahnhof Göhrde in Breese wurde seit 1995 durch die Castor-Transporte in das Zwischenlager Gorleben überregional bekannt.
Der angrenzende Staatsforst Göhrde bildet das größte zusammenhängende Mischwaldgebiet Norddeutschlands und liegt im Naturpark Wendland.Elbe. Auf 92,0 km² leben 592 Menschen, das ergibt 6 Einwohner je Quadratkilometer.
Nachbar-Postleitzahlen liegen bei Dannenberg, Hitzacker, Karwitz und Zernien sowie über die Kreisgrenze bei Dahlenburg, Nahrendorf, Himbergen und Stoetze; die Vorwahl ist 05862, das Kennzeichen DAN.