Über die Postleitzahl 29485
Lemgow liegt im südlichen Wendland auf einem in der Saaleeiszeit entstandenen Grundmoränenplateau, das die Niederungen ringsum überragt, und gehört zur Samtgemeinde Lüchow (Wendland). Die heutige Gemeinde entstand 1972 durch den Zusammenschluss von zwölf zuvor eigenständigen Dörfern des Umlands, darunter Predöhl, Prezier, Schmarsau, Schweskau und Volzendorf.
Wahrzeichen ist die dem Täufer Johannes geweihte Hohe Kirche mit einem vermutlich aus dem 15. Jahrhundert stammenden Backsteinturm, einer noch älteren Feldstein-Apsis und einem um 1770 barock erneuerten Mittelteil; ihre Orgel baute 1856 der Hannoveraner Eduard Meyer. Sechs weitere Kapellen der Kirchengemeinde stehen in den Ortsteilen, darunter die mittelalterliche St.-Georg-Kapelle in Bockleben mit einem aus Stein gehauenen, bemalten Altar und die Heilige-Drei-Könige-Kapelle in Prezier mit ihrem auffällig großen Turm von 1785. Südlich von Bockleben kamen 1986 mesolithische und vereinzelt neolithisch anmutende Feuersteinwerkzeuge zutage, die heute im Landesmuseum Hannover liegen. Puttball ist mit dem Nachbarort Schweskau baulich zusammengewachsen. Bis 1969 erschloss die Lüchow-Schmarsauer Eisenbahn das Gebiet, seither verbindet eine Buslinie die Orte mit Lüchow.
Nahe den Ortsteilen Schletau und Schmarsau liegt das Naturschutzgebiet Planken und Schletauer Post, im Norden fließt der Luciekanal. Auf 64,2 km² leben 1.325 Menschen, rechnerisch 21 je Quadratkilometer.
Nachbar-Postleitzahlen sind Lübbow, Prezelle, Trebel und Woltersdorf sowie jenseits der Landesgrenze Salzwedel und Arendsee; die Vorwahl ist 05883, das Kennzeichen DAN.