Über die Postleitzahl 31191
Inmitten der Hildesheimer Börde, durchzogen vom Stichkanal Hildesheim und dem Alpebach, liegt die Gemeinde Algermissen, die diese Postleitzahl fast ganz einnimmt. Zu ihr gehören neben dem Hauptort die Ortsteile Groß Lobke, Lühnde, Bledeln, Wätzum und Ummeln.
Algermissen ist bereits für die Jahre 980 bis 982 als Algrimsen bezeugt und zählt mit dem benachbarten Lühnde zu den ältesten Siedlungen im Gau Astfala. Durch die Zugehörigkeit zum Hochstift Hildesheim blieb der Ort von der Reformation weitgehend unberührt und hat bis heute einen für Niedersachsen ungewöhnlich hohen katholischen Bevölkerungsanteil von rund 45 Prozent, während die nördlich angrenzenden Orte überwiegend evangelisch-lutherisch geprägt sind. Die 1720 geweihte katholische Hauptkirche St. Matthäus zeigt eine vollständig erhaltene originale Barockausstattung. Im 19. Jahrhundert brachten die Eisenbahnstrecke Hildesheim–Lehrte, ein Ziegelwerk, eine Zuckerfabrik und eine Molkerei wirtschaftlichen Aufschwung; zeitweise wurden im Ort zum Weihnachtsfest große Mengen Gänse gemästet, wofür die Reichsbahn sogar einen eigenen Gänsebahnhof errichtete. In Lühnde steht mit der romanischen Archidiakonatskirche St. Martin, erstmals 1117 erwähnt, eine der ältesten Kirchenanlagen der Region.
Insgesamt leben in der Postleitzahl 7.573 Einwohnerinnen und Einwohner auf 35,6 km², das entspricht 213 je Quadratkilometer. Nachbarn sind Sarstedt, Harsum, Hohenhameln und Sehnde.