Über die Postleitzahl 31195
Am Fuß der Höhenzüge Harplage, Heber und Sackwald, an der Quelle der Lamme, liegt der staatlich anerkannte Erholungsort Lamspringe, dessen Einheitsgemeinde diese Postleitzahl fast vollständig trägt. Zu ihr zählen acht Ortschaften mit fünfzehn Ortsteilen, darunter Woltershausen, Sehlem, Neuhof und Harbarnsen; erst 2016 ging aus der bisherigen Samtgemeinde die heutige Einheitsgemeinde hervor.
Der Name geht auf einen vorgermanischen Flussnamen zurück und ist bereits um 872 als Lammespringensium belegt. Die Ortsgeschichte ist eng mit dem im 9. Jahrhundert gegründeten Kloster Lamspringe verbunden, das im Mittelalter reich beschenkt wurde und im 12. Jahrhundert zehn Mühlen sowie Zehntrechte in siebzehn Orten besaß, von Seesen bis Braunschweig reichend. Die ehemalige Klosterkirche St. Hadrian und St. Dionysius steht bis heute, ebenso der Klosterpark mit der Quellgrotte der Lamme, seit 1965 eine öffentliche Parkanlage. Seit 1902 ist der Ort an die Bahnlinie Kreiensen–Hildesheim angeschlossen, ein Teil der stillgelegten Strecke wurde später zum Radweg nach Bad Gandersheim umgebaut. Jährlich im September finden im Klostergebäude Kulturveranstaltungen statt, die inzwischen überregional bekannt sind.
Die Postleitzahl umfasst 5.345 Einwohnerinnen und Einwohner auf 70,8 km², das ergibt eine Dichte von 75 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Alfeld, Sibbesse, Bad Salzdetfurth und Bad Gandersheim.