Über die Postleitzahl 31547
Rehburg-Loccum im Südosten des Landkreises Nienburg/Weser ging 1974 aus dem Zusammenschluss der Stadt Rehburg mit dem einstigen Staatsbad Bad Rehburg, Loccum, Münchehagen und Winzlar hervor und zählt zu den größeren Städten des Landkreises. Fast das gesamte Stadtgebiet liegt in der Postleitzahl 31547, geprägt von den Rehburger Bergen und dem angrenzenden Steinhuder Meer.
Rehburg selbst geht auf eine welfische Grenzburg aus der Mitte des 13. Jahrhunderts zurück und erhielt 1648 Stadtrecht. Überregional bekannt wurde vor allem Loccum durch das 1163 von Zisterziensermönchen gegründete Kloster, das sich zu einem der bedeutendsten geistlichen Zentren Norddeutschlands entwickelte; im 17. Jahrhundert wurden dort in Hexenprozessen zahlreiche Menschen hingerichtet, was die Stadt 2013 zum Anlass einer Rehabilitation der Opfer nahm. Im Ortsteil Münchehagen entdeckte man in den 1980er Jahren in einem Steinbruch fossile Saurierspuren, denen seither ein Freilichtmuseum gewidmet ist. Bad Rehburg wiederum war zwischen 1750 und 1850 als „Madeira des Nordens“ ein bei Adel und Königshaus beliebter Kurort. An den Meerbruchswiesen bei Winzlar liegt zudem eine ökologische Schutzstation mit bemerkenswerter Vogel- und Pflanzenvielfalt.
Auf 99,1 km² rund um den See leben 9.775 Einwohnerinnen und Einwohner, 99 je Quadratkilometer.
Die Stadt grenzt im Süden an Wunstorf und Neustadt am Rübenberge, im Norden an Wiedensahl; sie ist über die Autobahn 2 gut 40 Kilometer von Hannover entfernt.