Über die Postleitzahl 31698
Das Gemeindegebiet von Lindhorst liegt im historischen Dülwald, das sich vom Bückeberg im Süden bis zum Mittellandkanal im Norden erstreckt und in der Mitte zwischen Stadthagen und Bad Nenndorf liegt. Die Gemeinde bildet mit ihren Ortsteilen Lindhorst, Ottensen, Eichhöfe und Schöttlingen fast die gesamte Postleitzahl 31698 im Landkreis Schaumburg und gibt der gleichnamigen Samtgemeinde ihren Namen.
Der Ortsname geht auf eine Linde zurück, eine Erhebung im einst weitläufigen Dülwald, der im 13. Jahrhundert zunehmend für dörfliche Siedlungen gerodet wurde. Erst der Bau der Bahnstrecke Hannover–Minden 1847 mit eigenem Bahnhof und später des Mittellandkanals 1916 brachten einen spürbaren Aufschwung. Nach 1945 wuchs Lindhorst mit der Aufnahme zahlreicher Flüchtlinge und durch die Ausweitung des Steinkohlenbergbaus auf die Schaumburger Mulde zu einer großen Bergmannssiedlung heran, wofür 1957 eigens die katholische Barbara-Kirche für die vielen zugezogenen Gläubigen errichtet wurde; bereits 1960 endete der Bergbau wegen zu geringer Fördermengen wieder. Im Ortsteil Ottensen erinnert ein 1952 errichtetes privates Mausoleum an die jüdische Ziegeleibesitzerfamilie Philippsohn: Der KZ-Überlebende Oskar Philippsohn ließ es aus Steinen der familieneigenen Ziegelei bauen und mit Davidstern und Kreuz auf dem Dach versehen.
Auf 7,9 km² kommen 4.107 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 523 je Quadratkilometer. Angrenzende Postleitzahlen führen nach Bad Nenndorf, Auhagen, Sachsenhagen, Beckedorf und Lüdersfeld.