Über die Postleitzahl 32130
Im Südwesten des Kreises Herford liegt die Stadt Enger, die diese Postleitzahl fast vollständig einnimmt. Zu ihr gehören seit der Gebietsreform 1969 zahlreiche ehemalige Bauerschaften der Grafschaft Ravensberg wie Westerenger, Dreyen, Oldinghausen, Besenkamp, Belke-Steinbeck und Pödinghausen.
Enger trägt seit 2012 offiziell den Beinamen Widukindstadt, weil der Überlieferung nach der Sachsenherzog Widukind in der Stiftskirche begraben liegt; die Verbindung wird allerdings erst in einer Quelle des frühen 13. Jahrhunderts erwähnt. Um das Jahr 800 wurden in der Stiftskirche drei miteinander verwandte Männer beigesetzt, 948 wird der Ort erstmals in einer Urkunde Ottos des Großen genannt. Das Widukindmuseum widmet sich seiner Geschichte. Wirtschaftlich prägte lange die Möbelindustrie mit Unternehmen wie Wellmann und Puhlmann die Stadt. Der bevölkerungsärmste Ortsteil Siele im Norden wird von Landwirtschaft geprägt.
Auf 41,1 km² leben 20.515 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 499 je Quadratkilometer.
Über die Landesstraße 557 besteht Anschluss an Bünde, Bielefeld und die Autobahn 30; einen Bahnanschluss hat Enger nicht. Nachbarschaftlich grenzt das Gebiet an Hiddenhausen, Spenge und Bünde.