Über die Postleitzahl 32278
An der Else, rund 25 Kilometer nördlich von Bielefeld im Kreis Herford, liegt die Gemeinde Kirchlengern, die diese Postleitzahl fast vollständig ausfüllt. Ihre heutige Form erhielt sie erst 1969, doch reichen die Wurzeln mehrerer Ortsteile wie Kirchlengern, Häver und Quernheim bis um das Jahr 1150 zurück, als sie in einer Heberolle des Stifts Herford genannt wurden.
Der Ortsteil Stift Quernheim geht auf ein um 1147 vom Osnabrücker Bischof gegründetes Augustiner-Nonnenkloster zurück, dessen im Kern romanische Stiftskirche im 16. Jahrhundert im Stil der Spätgotik erweitert wurde; im Zuge der Reformation wandelte sich das Kloster 1532 in ein freiweltliches Damenstift. Um das Kloster entwickelte sich die Klosterbauerschaft, deren heutiger Name sich erst im 18. Jahrhundert einbürgerte. Mit dem Bahnanschluss 1855 verdrängte in Kirchlengern die aufblühende, in Bünde zentrierte Tabakindustrie die traditionelle Flachsverarbeitung. Größter Arbeitgeber der Gegend ist heute der Möbelzulieferer Hettich mit Hauptsitz im Ort.
Auf 33,7 km² leben 16.106 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 479 je Quadratkilometer.
Der Bahnhof Kirchlengern liegt an der Strecke Löhne–Rheine, von der eine Querverbindung nach Herford abzweigt. Nachbarschaftlich grenzt das Gebiet an Hiddenhausen, Bünde und Löhne.