Über die Postleitzahl 34314
Wenige Kilometer nördlich von Kassel, zwischen Habichtswald und Reinhardswald, liegt die Gemeinde Espenau, die diese Postleitzahl fast vollständig ausfüllt. Sie entstand 1970 durch den freiwilligen Zusammenschluss der zuvor eigenständigen Gemeinden Hohenkirchen und Mönchehof, deren Ortsteile bis heute dicht beieinander liegen, umgeben von viel freier Fläche. Auf der Hochfläche der Gemeinde, die bis 280 Meter reicht, entspringen sowohl die Espe, ein Zufluss der Fulda, als auch die Esse, ein Zufluss der Diemel.
Hohenkirchen, seit 1970 Sitz der Gemeindeverwaltung, wird 1285 erstmals urkundlich erwähnt, doch geht die dortige evangelische Wehrkirche auf eine Kapelle aus der Zeit um 1150 zurück; 2014 fand man bei Bauarbeiten im Kirchenanbau zahlreiche menschliche Gebeine, die über Jahrzehnte unter einem Betonboden verborgen geblieben waren. Mönchehof entstand an der Stelle der um 1200 wüst gefallenen Siedlung Hadebrachthausen und geht auf einen 1216 vom Kloster Hardehausen errichteten und von Zisterziensermönchen bewirtschafteten Hof zurück, der dem Ort seinen Namen gab; 1943 wurde hier ein Zwangsarbeiterlager der Firma Henschel errichtet, nach dessen Auflösung sich Vertriebene ansiedelten und die Siedlung Schäferberg entstand. Größter Arbeitgeber der Gemeinde ist heute das Waldhotel Schäferberg mit über 100 Zimmern und ebenso vielen Beschäftigten.
Auf 13,5 km² der Postleitzahl leben 4.953 Menschen, das sind 366 je Quadratkilometer. Espenau grenzt im Süden an Vellmar und im Norden an Calden.