Über die Postleitzahl 35415
Östlich der Universitätsstadt Gießen liegt die Stadt Pohlheim, die nach Gießen selbst einwohnerreichste Gemeinde des Landkreises Gießen. Diese Postleitzahl deckt praktisch das gesamte Stadtgebiet ab, das sich aus den 1970 zusammengeschlossenen Orten Watzenborn-Steinberg, Holzheim, Grüningen, Garbenteich, Dorf-Güll und Hausen zusammensetzt und 1974 zur Stadt erhoben wurde. Namensgebend war das im Dreißigjährigen Krieg untergegangene Dorf Pohlheim, dessen Vorgängername „Fahlheim“ bereits 793/796 im Lorscher Codex als Hinweis auf den mitten durch das Gebiet verlaufenden Obergermanischen Limes erscheint.
Wegen dieses Grenzwalls bezeichnet sich Pohlheim selbst als „Limesstadt“, ohne dass dies amtlicher Namenszusatz wäre. Watzenborn-Steinberg, der einwohnerstärkste Stadtteil, war schon in den 1950er Jahren Standort eines eigenen Kinos, das bis 1966 betrieben wurde; auch im Stadtteil Holzheim gab es bis in die späten 1960er Jahre ein Lichtspielhaus. Sportlich prägt der TV07 Watzenborn-Steinberg mit rund 1700 Mitgliedern das Vereinsleben, hinzu kommen die Fußballtradition rund um den späteren FC Gießen sowie die seit 1973 aktive Segelfliegergruppe Steinkopf.
In dieser Postleitzahl leben 17.371 Einwohnerinnen und Einwohner auf 37,9 km², das ergibt 459 je Quadratkilometer. Sie grenzt an Gießen, Lich, Langgöns, Linden, Fernwald und Münzenberg.