Über die Postleitzahl 35469
Allendorf (Lumda) liegt im Landkreis Gießen, etwa 17 Kilometer nordöstlich von Gießen und ebenso weit südöstlich von Marburg, nahezu in der Mitte Hessens. Die Postleitzahl deckt fast die gesamte Stadt ab, zu der neben der Kernstadt die Stadtteile Nordeck, Winnen und Climbach gehören.
Nordeck erscheint 1093 erstmals als Nordecga in einer Mainzer Urkunde; seine Burg wird 1222 genannt, dürfte aber schon aus dem 11. Jahrhundert stammen und beherbergte lange ein Landschulheim, das heute als Wohnheim der Lebenshilfe Gießen dient. Winnen, nach Einwohnerzahl der kleinste Stadtteil, liegt nördlich der Kernstadt unmittelbar an Nordeck und wird erstmals 1238 als Winden erwähnt, belegt durch eine Urkunde des Arnsburger Klosters. In der Kernstadt selbst zeugen der Stadtturm samt Resten der Stadtmauer sowie eine erhaltene Fachwerk-Altstadt von der Vergangenheit, während am Totenberg paläolithische Werkzeugfunde und ein Ringwall mit Spuren aus Mesolithikum bis Mittelalter auf eine sehr lange Besiedlung hindeuten.
Seit über sechshundert Jahren zieht im November der historische Nikelsmarkt viele tausend Besucher an, und im August findet gemeinsam mit Rabenau und Staufenberg ein autofreier Sonntag im Lumdatal statt. Rechnerisch kommen auf je hundert Bürger rund 1,2 Vereine, ein Hinweis auf das rege Vereinsleben der Stadt. Im Gebiet der Postleitzahl leben 3.778 Menschen auf 22,0 km², das ergibt 172 je Quadratkilometer.
Die frühere Lumdatalbahn verband Allendorf einst über Lollar und Staufenberg mit Gießen und über Londorf mit Grünberg; heute grenzt die Stadt an Ebsdorfergrund, Buseck, Staufenberg und Rabenau.