Über die Postleitzahl 35649
Bischoffen liegt im Lahn-Dill-Kreis in Hessen, im Niederweidbacher Becken, wo die Aar zur Aartalsperre aufgestaut ist. Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Bischoffen, Niederweidbach, Oberweidbach, Wilsbach und Roßbach; Verwaltungssitz ist das etwas größere Niederweidbach.
Eine Urkunde aus dem Codex Eberhardi nennt den Ort, zur Amtszeit des Fuldaer Bischofs Baugulf zwischen 780 und 802, unter dem Namen Weidenbach; sie hält die Schenkung eines gewissen Berenwic an den heiligen Bonifatius fest, mit Äckern, Wiesen, Wäldern und Hörigen samt ihren Nachkommen. Da der Eintrag Ober- und Niederweidbach nicht eindeutig zuordnet, begingen beide Orte 2002 gemeinsam ihr 1200-jähriges Bestehen. Oberweidbach, der kleinste Ortsteil, geht vermutlich auf die fränkische Siedlungswelle des 6. und 7. Jahrhunderts zurück, aus der Orte mit Endungen wie -bach oder -hausen hervorgingen; im alten Ortskern stehen noch mehrere Fachwerkhäuser. Wilsbach, zuerst 1285 als Wilrispach genannt, erhielt 1569 eine eigene Kirche und ist seit 1838 selbstständige Pfarrei.
Auf 35,2 km² zählt Bischoffen 3.168 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 90 je Quadratkilometer.
Die Aartalsperre dient vor allem dem Hochwasserschutz, wird inzwischen aber auch zur Freizeit genutzt. Nachbargemeinden sind unter anderem Hohenahr, Mittenaar und Biebertal.