Über die Postleitzahl 37445
Am Südrand des Harzes, unmittelbar an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, liegt die Gemeinde Walkenried mit ihren Ortsteilen Walkenried, Wieda und Zorge; ein großer, unbewohnter Teil der Postleitzahl 37445 gehört zum gemeindefreien Gebiet Harz.
Historischer Mittelpunkt ist das 1127 gegründete Zisterzienserkloster Walkenried, dessen Mönche die einstige Sumpflandschaft in eine Teichlandschaft verwandelten – der Überlieferung nach sollen es einmal 365 Teiche gewesen sein, von denen heute rund 50 nachweisbar sind. Aus Abbruchsteinen des Klosters entstand 1725 bis 1730 ein Jagdschloss für den Braunschweiger Herzog. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Walkenried als Grenzübergang zwischen britischer und sowjetischer Besatzungszone auf der Südharzstrecke bekannt. Die Gemeinde liegt zudem im Südharzer Gipskarst-Gebiet mit den deutschlandweit einmaligen „Zwerglöchern“, Gips-Quellungshöhlen, die bei der Umwandlung von Anhydrit in Gips entstehen.
Durch den Ort fließt die Wieda, an der auch der gleichnamige Ortsteil liegt. Auf 68,5 km² leben 4.177 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 61 je Quadratkilometer.
Nachbarn sind Bad Sachsa, Bad Lauterberg, Sankt Andreasberg und Braunlage sowie, jenseits der Landesgrenze, Ellrich.