Über die Postleitzahl 37697
Am Südwestfuß des Solling, dort wo die Weser den Grenzraum zwischen Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen berührt, liegt der Flecken Lauenförde. Die Postleitzahl gehört zum Landkreis Holzminden und zu einem kleinen Teil zum gemeindefreien Gebiet Solling im Landkreis Northeim; ganz überwiegend deckt sie die Gemeinde Lauenförde selbst ab, die zur Samtgemeinde Boffzen gehört. Neben dem Hauptort zählt das eingemeindete Dorf Meinbrexen zur PLZ, das südlichste Dorf im einstigen Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel.
Die erste schriftliche Nachricht über Lauenförde stammt von 1348 und betrifft die Burg, die den welfischen Herrschern als Gegenstück zur gegenüberliegenden Burg Beverungen diente; als Ort wird Lauenförde erstmals 1447 genannt. Ungewöhnliche Aufmerksamkeit erhielt der Flecken 2007, als in einem Vorgarten 110 Gramm angereichertes Uran gefunden wurden, offenbar Pellets aus dem ehemaligen Siemens-Werk Hanau, deren Weg dorthin nie geklärt wurde. In Meinbrexen prägt bis heute das 1699 erbaute Herrenhaus des einstigen Rittergutes das Bild, umgeben von einem Wassergraben und einem Park, dessen Grundriss der Überlieferung nach die Lehren der Freimaurer nachzeichnet.
Die holzverarbeitende Industrie, einst mit hunderten Beschäftigten, hat mit der Schließung der Firma Herlag an Bedeutung verloren; heute prägen Glasverarbeitung, Landmaschinenhandel, Landwirtschaft und Handwerk die Wirtschaft. Die Bundesstraße 241 führt durch den Ort und verbindet ihn mit den Autobahnen 7, 38 und 44. Auf der Fläche von 17,2 km² leben 2.204 Menschen, das ergibt eine Dichte von 128 Einwohnern je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Bodenfelde, Beverungen sowie Boffzen und Derental.