Über die Postleitzahl 38372
Südwestlich der Kernstadt liegen die Helmstedter Ortsteile Büddenstedt, Offleben, Reinsdorf und Hohnsleben, dazu ein kleiner Zipfel der Stadt Schöningen. Büddenstedt gehörte bis zur Fusion 2017 als eigene Gemeinde zum Landkreis Helmstedt, ebenso wie Offleben, das erst 1971 Teile der aufgelösten Gemeinde Alversdorf aufnahm.
Die Geschichte dieser Dörfer ist eng mit dem Braunkohleabbau verknüpft. Das alte Dorf Büddenstedt, 1121 erstmals als Badenstedi erwähnt, stand auf reichhaltigen Kohleflözen und musste ab 1935 dem Tagebau Treue weichen: In der eigens errichteten Siedlung Neu Büddenstedt lebten zeitweise deutlich mehr Menschen als heute, 1943 wurde die alte Dorfkirche gesprengt, und erst 1947 verließen auf Anweisung der britischen Militärregierung die letzten Bewohner den alten Ort. Auch Offleben, im 9. Jahrhundert erstmals genannt, wandelte sich mit dem Braunkohleabbau von einem Bauerndorf zur Bergarbeitersiedlung; hier stand bis 2002 ein Braunkohlekraftwerk, dessen erster Block 1954 in Betrieb ging. Reinsdorf, 1160 als Reinoldesthorpa erwähnt, entwickelte sich ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ebenfalls zur Bergarbeiterwohngemeinde. Hohnsleben reicht mit archäologischen Funden bis in die Zeit zwischen 200 und 531 nach Christus zurück und wird um 830 erstmals urkundlich erwähnt.
Die Landschaft um diese Orte ist bis heute vom früheren Tagebau geprägt. Auf 18,3 km² zählt die 38372 2.372 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 130 je Quadratkilometer. Angrenzend liegen die Kernstadt Helmstedt und die Stadt Schöningen.