Über die Postleitzahl 38557
Osloß liegt an der Aller zwischen den Naturparks Südheide und Drömling im Landkreis Gifhorn, rund neun Kilometer nordwestlich von Wolfsburg, und gehört zur Samtgemeinde Boldecker Land.
Der Ortsname wird von dem Adelsgeschlecht Uslefs abgeleitet, das hier um 800 n. Chr. eine Burg besessen haben soll; überliefert sind spätere Schreibweisen wie Osleue (1274), Uslussen (1309) und Osselesse (um 1566). Ein großer Brand zerstörte den Ort 1883 fast vollständig; beim Wiederaufbau verlegte man ihn aus dem hochwassergefährdeten Allertal an die heutige, hochwassersichere Lage entlang der Bundesstraße 188. Von 1882 bis 1977 stand hier eine 1816 in Neuhalderleben erbaute Bockwindmühle, die der Landkreis Gifhorn anschließend erwarb und restauriert dem Heimatverein Gifhorn übergab; heute steht sie im Internationalen Mühlenmuseum. Durch Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Einwohnerzahl des Ortes bis 1950 deutlich, ein erheblicher Teil der Neuankömmlinge waren Heimatvertriebene; später kamen durch Arbeitsplätze im Volkswagenwerk Wolfsburg weitere Zuzügler hinzu. Südlich des Ortes liegt mit dem Barnbruch ein international anerkanntes Naturschutzgebiet.
1.883 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 7,6 km², das entspricht 247 je Quadratkilometer. Nachbargemeinden sind Wolfsburg, Sassenburg, Calberlah, Weyhausen und Bokensdorf.