Über die Postleitzahl 38828
Wegeleben liegt im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt östlich von Halberstadt und gehört zur Verbandsgemeinde Vorharz; fast die gesamte Postleitzahl liegt in dieser einen Stadt, zu der auch die Ortsteile Deesdorf und Rodersdorf zählen.
Die Gegend war schon um 2000 v. Chr. besiedelt, der Namensbestandteil -leben deutet aber erst auf eine Besiedlung durch Warnen ab dem 4. Jahrhundert hin. Um Einfällen der Magyaren zu begegnen, errichtete man um 930 mehrere Burgen in der Region, darunter eine in Wegeleben; 1020 erhielt der Ort eine Schutzmauer mit drei Toren. Bis 1288 herrschten hier die Askanier, danach übergaben sie Halberstadts Bischof als Pfand die dortige Burg samt Stadt; das benachbarte Dorf Kuhley ging 1393 in der Stadt auf.
Der Westfälische Frieden brachte die Stadt zusammen mit dem Bistum Halberstadt an Brandenburg-Preußen; Kurfürst Friedrich Wilhelm bestätigte 1651 erneut die Stadtrechte. 1846 entstand auf der Domäne eine der ersten Zuckerfabriken der Region, 1862 bekam Wegeleben Bahnanschluss und war drei Jahre danach bereits ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt.
Auf 51,7 km² zählt Wegeleben 2.494 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 48 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Halberstadt, Groß Quenstedt, Harsleben und Quedlinburg.