Über die Postleitzahl 38838
Diese Postleitzahl im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt deckt praktisch die gesamte Gemeinde Huy ab und vereint deren Verwaltungssitz Dingelstedt mit den Dörfern Eilenstedt, Schlanstedt, Aderstedt und Eilsdorf.
Dingelstedt trägt seinen Namen nach einer alten Thingstätte, an der die Siedlung entstand. Eine erste schriftliche Spur des Ortes findet sich im 11. Jahrhundert in einem in Goslar ausgestellten päpstlichen Dokument. Ende des 19. Jahrhunderts brachte der Kalibergbau im Ortsteil Mönchhai einen wirtschaftlichen Aufschwung, daneben prägten Kirschanbau und wohlhabende Zuckerrübenbauern lange den Ort.
Der Ortsteil Schlanstedt zählt zu den Ursprungsorten der modernen deutschen Pflanzenzüchtung; hier wirkten unter anderem Wilhelm Rimpau und Friedrich Strube an neuen, ertragreicheren Sorten. Das dortige Renaissanceschloss geht auf eine mittelalterliche Burg der Grafen von Regenstein zurück. In Eilenstedt trägt der Kirchturm noch Teile eines Wehrturms aus der Zeit des ersten Halberstädter Bischofs Hildegrim im frühen 9. Jahrhundert. Nahe Dingelstedt liegt zudem das Benediktinerkloster Huysburg, gegründet 1080 und nach jahrzehntelanger Unterbrechung 1972 neu belebt.
Auf 83,8 km² zählt diese Postleitzahl 3.589 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 43 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Groß Quenstedt, Badersleben, Hötensleben und Schwanebeck.