Über die Postleitzahl 38879
Schierke, ein Ortsteil Wernigerodes im Landkreis Harz, füllt diese Postleitzahl vollständig aus. Als letzte Siedlung unterhalb des Brockengipfels gilt der Ort als staatlich anerkannter Luftkurort.
Urkundlich fassbar wird der Ort zwischen 1588 und 1591, im Zusammenhang mit dem Bau einer Sägemühle im Sterbetal an der Kalten Bode. Im nahen Elend hatte schon 1506 eine ältere Sägemühle bestanden, oberhalb davon ein Hüttenwerk bei den sogenannten Moorschlacken. Am 20. Juni 1898 erhielt Schierke Anschluss an die von Wernigerode kommende Brockenbahn, im Oktober desselben Jahres wurde die Strecke bis auf den Gipfel verlängert.
Von den 1890er- bis in die 1940er-Jahre trug Schierke den Beinamen „St. Moritz des Nordens“. Nach dem Krieg firmierte der Ort ab 1951 als „Kurort der Werktätigen“, die einstigen Grandhotels wurden zu Ferienheimen des Gewerkschaftsbundes umfunktioniert – aus dem Hotel Fürst zu Stolberg wurde das Hotel „Heinrich Heine“, zuletzt 1968 renoviert. Erst nach dem Ende der DDR, mit der Freigabe des bis dahin militärisch gesperrten Brockens und der Wiedereröffnung der Bahn, kehrten kurzzeitig mehr Gäste zurück.
Auf 40,0 km² zählt Schierke 485 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 12 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Bad Harzburg mit Torfhaus, Braunlage, Ilsenburg und Oberharz am Brocken.