Über die Postleitzahl 42929
Wermelskirchen liegt südöstlich von Remscheid im Rheinisch-Bergischen Kreis und umfasst neben dem Kernort die größeren Ortsteile Dabringhausen und Dhünn. Ein Teil der Großen Dhünntalsperre, der größten Trinkwassertalsperre Westdeutschlands, liegt auf Wermelskirchener Gebiet.
Die Besiedlung reicht in die Zeit der sächsischen und fränkischen Landnahme zwischen dem 7. und 10. Jahrhundert zurück; allein 19 Orte im Stadtgebiet tragen die auf diese Zeit verweisende Endung -inghausen. Um 1200 wurde in der Stadt die Bartholomäuskirche im romanischen Stil errichtet. Die drei Landgemeinden Dorf-, Ober- und Niederhonschaft schlossen sich 1873 zur Gemeinde Wermelskirchen zusammen, die noch im selben Jahr Stadtrechte erhielt.
Früher galt der Ort als Zentrum der Schuhfabrikation; Unternehmer wie Kattwinkel oder Siebel errichteten große Fabriken, deren Marken, etwa Roland-Schuhe, weit über die Region hinaus bekannt wurden. Die frühere Kattwinkelsche Fabrik beherbergt heute die Stadtbücherei. In Dabringhausen und Dhünn stehen einige der ältesten Fachwerkhäuser der Stadt, mit dendrochronologisch auf 1560 beziehungsweise 1583 datierten Balken.
34.504 Menschen leben auf 74,6 km², die Dichte liegt bei 463 Einwohnern je Quadratkilometer.