Über die Postleitzahl 46397
Nordöstlich der Bocholter Innenstadt liegt diese Postleitzahl, die den Stadtteil Barlo fast vollständig sowie Teile des Stadtkerns und des Stadtteils Stenern umfasst. Barlo, bis 1975 eine eigenständige Gemeinde im Amt Liedern-Werth, ist urkundlich über den Haupthof Winterswijk bis ins Jahr 1061 zurückzuverfolgen, wobei der Name Barlo selbst erst ab dem 13. Jahrhundert für einzelne Unterhöfe belegt ist.
In Barlo steht mit Haus Diepenbrock ein Herrenhaus, das 1551 an die Familie von Weleveld überging und nach deren Aussterben 1733 versteigert wurde – ein Angehöriger der Familie von Graes, ansässig auf Haus Loburg nahe Coesfeld, ersteigerte es, und dessen Nachfahren halten es bis heute. Ein zweites Herrenhaus, Haus Kortenhorn, ist bereits seit 1424 beurkundet. Stenern, ebenfalls bis 1975 selbstständig, liegt zwischen dem Stadtviertel Hohe Giethorst und Barlo und beherbergt das Bocholter Krankenhaus. Bocholt selbst, dessen Kernstadt hier nur mit einem Teil vertreten ist, war einst Hauptstadt des kurzlebigen napoleonischen Fürstentums Salm, zu dem auch Barlo ab 1803 gehörte.
Auf 25,1 km² leben 24.364 Menschen, das entspricht 969 Einwohnern je Quadratkilometer. Durch Barlo führen die Landesstraße 505 und die Kreisstraße 3, während Stenern über die Adenauerallee und den Barloer Weg an den Stadtkern angebunden ist; westlich und südlich schließen sich die Bocholter Postleitzahlen 46395 und 46399 an.