Über die Postleitzahl 47475
Kamp-Lintfort liegt am unteren Niederrhein nahe der westlichen Grenze des Ruhrgebiets im Kreis Wesel und gehört fast vollständig zu dieser Postleitzahl, die auch die Ortsteile Hoerstgen, Kamperbrück und Saalhoff umfasst. Der Name Kamp geht auf das lateinische campus für „Feld“ zurück; die Zisterzienser errichteten hier 1123, mit Unterstützung des Kölner Erzbischofs, das erste Zisterzienserkloster auf deutschem Boden – von Kloster Kamp aus entstanden rund 100 weitere Niederlassungen des Ordens bis ins Baltikum. Lintfort stammt aus dem Altfränkischen und bedeutet „Saum des Moores“.
Hoerstgen, der westlichste Ortsteil, ist ein typisches Straßendorf mit evangelischer Kirche, deren Thomas-Weidtman-Orgel von 1731 nach mehreren Umbauten seit 1971 wieder in ursprünglicher Form erklingt. Die Kirchenbücher reichen bis 1632 zurück, seit die Reichsfreiherrlichkeit Hoerstgen 1557 zur Reformation übertrat. 2020 war Kamp-Lintfort zudem Ausrichter der Landesgartenschau, die das ehemalige Bergwerksgelände Friedrich-Heinrich sowie den Klostergarten als Ausstellungsflächen nutzte.
Die Postleitzahl umfasst 62,9 km² mit 37.306 Einwohnerinnen und Einwohnern, eine Dichte von 593 je Quadratkilometer. Nachbarn sind unter anderem Moers, Rheinberg und die Gemeinde Rheurdt.