Über die Postleitzahl 47608
Geldern im Kreis Kleve wird, mit Blick auf seine Geschichte, gelegentlich als „Herzogstadt“ bezeichnet, und namensgebend ist die Stadt auch für die niederländische Provinz Gelderland, seit ein Vertrag von 1543 das Gebiet den Spanischen Niederlanden zuschlug. Diese Postleitzahl umfasst mit Kapellen, Walbeck, Pont, Lüllingen, Vernum, Veert und Hartefeld nahezu alle acht Stadtteile Gelderns. Um den Ortsteil Pont rankt sich die Sage von den Rittern Wichard und Lupold, die dort um das Jahr 878 unter einem Mispelbaum gegen einen feuerspeienden Drachen gekämpft haben sollen; im heutigen Pont lag zudem zur Römerzeit die Siedlung Mediolanum.
Kapellen wird 1250 erstmals als Capelle urkundlich erwähnt und musste im Lauf seiner Geschichte mehrere Großbrände überstehen, zuletzt 1810. Walbeck spaltete sich um 1064 kirchlich vom Pfarrverband Straelen ab; am Ende des Zweiten Weltkriegs bewahrte ein örtlicher Kaplan die Walbecker Kirche vor der geplanten Sprengung durch zurückweichende deutsche Truppen. Alle genannten Orte wurden 1969 im Zuge der kommunalen Neugliederung mit Geldern zusammengeschlossen.
Auf 96,6 km² leben in dieser Postleitzahl 34.513 Einwohnerinnen und Einwohner, eine Dichte von 357 je Quadratkilometer. Geldern grenzt an Kevelaer, Straelen, Issum, Kerken und Sonsbeck.