Über die Postleitzahl 47906
Am linken Niederrhein im Kreis Viersen liegt die Stadt Kempen, deren Stadtgebiet fast vollständig die Postleitzahl 47906 bildet – dazu gehören neben der Kernstadt auch die Stadtteile St. Hubert und Tönisberg. Erste Erwähnungen reichen bis um 890 zurück, als „Campunni“ in den Heberegistern der Benediktinerabtei Werden auftaucht; die älteste erhaltene Urkunde stammt aus dem Jahr 1186.
Im 13. Jahrhundert erhielt Kempen die Stadtrechte, 1372 kam das wirtschaftlich bedeutsame Marktrecht hinzu, und von 1396 bis 1400 ließ der Kölner Erzbischof die kurkölnische Burg errichten, die mit ihren drei Türmen bis heute zu den Wahrzeichen der Stadt zählt. In dieser Blütezeit lebte auch der Mystiker Thomas von Kempen, der bekannteste Sohn der Stadt. Die historische Altstadt, einst von Wall und Graben umschlossen, gilt seit einer Sanierung in den 1970er Jahren als gelungenes Beispiel für den Umgang mit einem solchen Kern. St. Hubert entstand um eine Kapelle, für die der Kölner Erzbischof 1447 die Erlaubnis gab, während Tönisberg erstmals um 1284 im Umfeld der Schlacht von Worringen genannt wird.
Die Postleitzahl erstreckt sich über 68,5 km² mit 34.052 Einwohnerinnen und Einwohnern, was 497 je Quadratkilometer entspricht.
Nachbarn sind unter anderem 47839 (Krefeld-Hüls), 47918 (Tönisvorst) und 47929 (Grefrath), im Westen reichen die Postleitzahlen von Neukirchen-Vluyn, Rheurdt, Kerken und Wachtendonk heran.