Über die Postleitzahl 49549
Zwischen Münster und Osnabrück, westlich des Dortmund-Ems-Kanals, liegt die Gemeinde Ladbergen im Kreis Steinfurt, die fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl bildet – eine der kleinsten Gemeinden im Kreisgebiet, in der neben den Einwohnern auch rund 700 Personen wegen der Campinganlagen einen Zweitwohnsitz gemeldet haben.
Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort 950 als „Hlacbergon“ in einer Urkunde des Klosters Freckenhorst, Gräberfunde deuten aber schon auf eine Besiedlung in der Bronzezeit hin. 1246 gründeten Vertreter von Münster, Osnabrück, Minden, Coesfeld und Herford in Ladbergen den Ladbergener Städtebund, einen Vorläufer der westfälischen Hanse. Nach der Einführung der Reformation um 1533 durch Graf Konrad von Tecklenburg blieb die Bevölkerung bis nach dem Zweiten Weltkrieg fast ausschließlich evangelisch. Im Zweiten Weltkrieg wurde Ladbergen besonders schwer bombardiert, weil die Alliierten den nahen Dortmund-Ems-Kanal an den Glane-Durchlässen zerstören wollten – nachweislich fielen hier die meisten Bomben pro Quadratmeter im gesamten damaligen Deutschen Reich. Als ältestes Gebäude gilt das 1622 errichtete Königs Backes in der Bauerschaft Hölter, und die 1840 fertiggestellte Getreidemühle Erpenbeck ist bis heute bei Mahlvorführungen zu besichtigen.
Auf 52,1 km² kommen 6.772 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 130 je km². Der mitgliederstärkste Verein, der TSV Ladbergen, erreichte 1944 mit seiner Damenmannschaft den dritten Platz bei der deutschen Handball-Meisterschaft. Nachbarorte der angrenzenden Postleitzahlen sind unter anderem Lengerich, Lienen und Tecklenburg.