Über die Postleitzahl 49835
Zwischen den Städten Nordhorn, Lingen und Meppen liegt Wietmarschen im Landkreis Grafschaft Bentheim. Die Einheitsgemeinde gliedert sich unter anderem in die Ortschaften Lohne, Nordlohne, Füchtenfeld und Schwartenpohl.
Der Ort wird 1152 erstmals urkundlich erwähnt, im selben Jahr wie das Kloster Sünte Marienrode, das ein niederländischer Ritter aus der Betuwe, Hugo von Büren, dort ins Leben rief. Ab 1675 führte man das Kloster als freiweltliches Damenstift für unverheiratete Frauen und Witwen aus dem Adel weiter; von den im 17. Jahrhundert errichteten Wohnhäusern der Stiftsdamen stehen heute noch vier, eines davon dient als Gemeindezentrum der katholischen Kirchengemeinde.
Zum Wallfahrtsort wurde Wietmarschen durch ein Gnadenbild der Muttergottes auf dem Thron, das ins 13. Jahrhundert datiert wird und in der Wallfahrtskirche St. Johannes Apostel steht. Ihr älterer, aus Granit und Sandsteinquadern gefügter Ostteil stammt ebenfalls aus dieser Zeit, der größere Backsteinbau entstand erst 1927. Im November 2016 sorgte der sogenannte Glockensturz für überregionale Aufmerksamkeit, als eine der drei Stahlglocken wegen gerissener Haltebolzen abstürzte.
Lohne, die größte Ortschaft der Gemeinde, wird ebenfalls 1152 im Zusammenhang mit der Klostergründung genannt; sein Name soll auf ein weithin sichtbares Gehölz zurückgehen. Füchtenfeld entstand in der Nähe eines 1937 im Wietmarscher Moor angelegten Reichsarbeitsdienstlagers, Schwartenpohl wurde 1764 gegründet und war von 1910 bis 1974 eine eigenständige Gemeinde.
Auf 118,9 km² leben 12.779 Menschen, das entspricht 107 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Nordhorn, Lingen, Geeste und Twist.