Über die Postleitzahl 50354
Hürth im Rhein-Erft-Kreis grenzt südwestlich an Köln und bildet mit fast der gesamten Stadtfläche die Postleitzahl 50354. Zur heutigen Stadt fanden sich 1930 sechs frühere Landgemeinden zusammen: Alt-Hürth, Hermülheim, Berrenrath, Fischenich, Gleuel und Kendenich, ergänzt um Kalscheuren, Knapsack und weitere Orte.
Den Zusammenschluss erzwang die rasante Entwicklung des Braunkohletagebaus, die Hürth zugleich sein bekanntestes Kapitel bescherte: Knapsack musste wegen der Umweltbelastung durch die dortige Chemieindustrie fast vollständig umgesiedelt werden und ist damit der einzige aus diesem Grund aufgegebene Ort Deutschlands. Auch Berrenrath, erstmals 922 als Bairincrothe erwähnt, wich dem fortschreitenden Tagebau und wurde nach einheitlichem Plan komplett neu errichtet. Älter noch ist die römische Eifelwasserleitung, die einst quer durch das heutige Stadtgebiet Kölns Trinkwasser sicherte und deren freigelegte Teilstücke der Römerkanal-Wanderweg heute zeigt. Im Stadtteil Gleuel schenkte bereits 898 König Zwentibold einen Hof samt Kirche und Ländereien dem Stift Essen, während Alstädten-Burbach seinen Namen zwei erst in der Neuzeit zusammengewachsenen Orten verdankt, die 1185 und 1233 erstmals genannt werden.
Auf einer Fläche von 50,9 km² leben 61.113 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 1.202 je Quadratkilometer.
Die Vorwahl lautet 02233; östlich schließen sich mehrere Kölner Postleitzahlen an, südlich über die 50321 Brühl.