Über die Postleitzahl 50389
Wesseling grenzt im Rhein-Erft-Kreis unmittelbar an den Süden von Köln und bildet mit fast der gesamten Stadtfläche die Postleitzahl 50389, darunter die Stadtteile Keldenich, Wesseling-Mitte, Urfeld und Berzdorf. Wegen ihrer drei Chemiewerke und einer Erdölraffinerie hat die Stadt in der internationalen Petrochemie einiges Gewicht.
Der Ortsname geht auf die um 820 an das Kloster Montfaucon übertragene Gutsherrschaft Waslicia zurück, aus der sich später die Form Wesseling entwickelte; „Oberwesseling“ erscheint erstmals 1238 in den Quellen. Im Stadtteil Urfeld, dessen fränkischer Name Oruare auf eine frühere Fährstelle über den Rhein verweist, diente der seit 1113 belegte Dietkirchener Hof von 1933 bis 1939 als Ausbildungsstätte für jüdische Palästina-Auswanderer, bevor beim Novemberpogrom 1938 in der Stadt das jüdische Bethaus niederbrannte. In Berzdorf, erstmals 1173 als Bertelsdorf erwähnt, steht mit der Godorfer Burg ein aus dem gleichen Jahr überliefertes Anwesen, dessen heutiges Gebäude allerdings erst 1871 im Stil der Burgenromantik entstand. In Keldenich liegt das Naturschutzgebiet Entenfang, benannt nach einer historischen Vogelfangstelle.
Auf einer Fläche von 23,3 km² leben 37.358 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 1.604 je Quadratkilometer.
Die Vorwahl ist 02236; nördlich schließt sich über die 50321 Brühl an, östlich reicht die Nachbarschaft bis nach Köln.