Über die Postleitzahl 50667
Rund neun Zehntel der Fläche von 50667 gehören zum Kölner Stadtteil Altstadt-Nord, der kleine Rest zu Altstadt-Süd. Beide zählen zum Stadtbezirk Innenstadt, der mit der kommunalen Neugliederung zum 1. Januar 1975 entstand und die Nummer 1 trägt. Köln, die kreisfreie Stadt am Rhein in Nordrhein-Westfalen, verteilt sich auf 45 Postleitzahlen; diese umfasst einen kleinen Ausschnitt ihres historischen Kerns.
Altstadt-Nord gilt als Keimzelle Kölns. Eine Siedlung bestand hier schon, bevor der Ort im Jahr 50 zur römischen Kolonie Colonia Claudia Ara Agrippinensium aufstieg, deren Name im heutigen Stadtnamen fortlebt. Das Viertel um Groß St. Martin, das man oft schlicht „Altstadt“ nennt, war zur Römerzeit dagegen Hafengelände und damit gerade nicht der älteste Teil. Im Stadtteil steht der Dom, dessen Grundstein 1248 gelegt wurde und der als Weltkulturerbe gilt. Hinzu kommen das um 1330 errichtete Rathaus, das Zeughaus, romanische Kirchen, viele Museen und alte Bürgerhäuser – manche davon Nachbauten aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, etwa das 4711-Stammhaus in der Glockengasse 4.
Um 1225 schloss ein neuer Mauerring die ganze Stadt ein, samt der Klöster und Stiftskirchen vor den älteren Befestigungen. Er reichte bis ins 19. Jahrhundert; 1881 wurde die Mauer abgebrochen, und jenseits davon wuchs bis etwa 1910 die Neustadt heran. Eine dunkle Geschichte trägt der Norden von Altstadt-Nord: Dort stand das 1838 vollendete Gefängnis Klingelpütz, in der NS-Zeit zentrale Hinrichtungsstätte der rheinischen Sondergerichte. Später wurde es gesprengt, auf dem Gelände liegt nun der Klingelpützpark. Auch das EL-DE-Haus am Appellhofplatz, einst Sitz der Gestapo, gehört zum Stadtteil.
4.536 Einwohnerinnen und Einwohner teilen sich hier 1,3 km², was 3.579 Menschen je Quadratkilometer ergibt. Ringsum grenzen nur weitere Kölner Postleitzahlen an, darunter 50668, 50670 und 50672; das Kfz-Kennzeichen lautet K.