Über die Postleitzahl 54450
Am Fuß des 439 Meter hohen Eiderbergs, unmittelbar an der Grenze zum Saarland, liegt Freudenburg, das der Postleitzahl 54450 ihren Namen gibt und zur Verbandsgemeinde Saarburg-Kell im Landkreis Trier-Saarburg gehört. König Johann von Böhmen, Graf von Luxemburg, ließ die namensgebende Burg 1337 als Teil eines Schutzsystems zwischen Trier und Luxemburg errichten, damals noch Freyding genannt; schon 1346 wird der Ort in einem kurtrierischen Sammelprivileg als Stadt bezeichnet und übernahm als kleine Ackerbürgerstadt zentrale Funktionen für die umliegenden Dörfer.
Als sich die Reichsabtei St. Maximin, die die Burggrafschaft aufgekauft und die Burg wiedererrichtet hatte, mit dem damaligen Trierer Landesherrn überwarf, zerstörten kurtrierische Truppen die Anlage 1646 endgültig; die Ruine gehört heute der Gemeinde. Am Leukbach im Ortsteil Kollesleuken steht die Herrenmühle als Nachfolgebau jener Mühle des Klosters St. Maximin, die 1944 zerstört wurde, seit den späten 1970er-Jahren außer Betrieb. Erhalten sind zudem eine private Mikwe der früheren jüdischen Gemeinde sowie ein für 1694 nachgewiesener jüdischer Friedhof. Am Eiderberg selbst liegt ein Naturschutzgebiet mit zahlreichen Orchideenarten, und im Leuktal oberhalb der Herrenmühle prägen Felsformationen, die sogenannte Kollesleuker Schweiz, die Landschaft.
Die Fläche der Postleitzahl beträgt 11,0 km², bei 1.801 Einwohnerinnen und Einwohnern ergibt sich eine Dichte von 163 je Quadratkilometer. Bis zur Verbandsgemeindeverwaltung in Saarburg sind es rund sieben Kilometer Richtung Nordosten, bis zum saarländischen Mettlach etwa acht Kilometer nach Südosten; Nachbar-PLZ sind Ayl, Trassem und Umgebung sowie Mettlach.