Über die Postleitzahl 54453
An der Obermosel, wo der Fluss die Grenze zu Luxemburg bildet, liegt Nittel, staatlich anerkannter Erholungsort zwischen Dolomit- und Kalksteinfelsen und Hauptort der Postleitzahl 54453 in der Verbandsgemeinde Konz. Erste Funde belegen eine Besiedlung schon seit der Steinzeit, eine römische Ansiedlung vor rund 2000 Jahren ist durch Tongefäße und Gürtelschnallen bezeugt; urkundlich erscheint der Ort 1000 als Nitele in einem Dokument des Trierer Erzbischofs Ludolf. Die Ortsteile Köllig und Rehlingen, seit 1974 eingemeindet, reichen mit ihren ersten Erwähnungen bis ins Jahr 816 beziehungsweise die Mitte des 12. Jahrhunderts zurück.
Oberhalb des Ortes, mitten in den Elbling-Weinbergen, steht die Wallfahrtskapelle St. Rochus mit Blick über die Moselschleife zum gegenüberliegenden luxemburgischen Wormeldingen; ihr wurde 1432 von Papst Eugen IV. ein Ablass verliehen, und nach einer Cholera-Epidemie um 1850 war sie Ziel zahlreicher Wallfahrten. Nittel gilt als Zentrum des Elbling-Anbaus an der Obermosel: Rund 25 Weingüter bewirtschaften eine ausgedehnte Rebfläche, zu drei Vierteln mit dieser Rebsorte, begünstigt durch Kalkböden und ein fast mediterranes Klima. Als einziger Ort an der Obermosel gibt Nittel mit der „Darfscheel“ eine eigene, mehrmals jährlich erscheinende Dorfzeitung heraus.
Die Postleitzahl umfasst 16,6 km² mit 2.516 Einwohnerinnen und Einwohnern, das entspricht 151 je Quadratkilometer. Der Haltepunkt an der Bahnstrecke Thionville–Trier verbindet Nittel stündlich mit Trier und Perl; benachbart liegen Ayl, Tawern und Wincheringen.