Über die Postleitzahl 54487
Wintrich, das nahezu die gesamte Postleitzahl 54487 in der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues stellt, liegt am rechten Moselufer, wo sich das Tal zu einer von flachen Uferhängen und ehemaligen Flussschleifen geprägten Landschaft weitet. Schon Kelten, Römer und Franken siedelten hier; sein alter, keltisch-römischer Name lässt sich mit „Winzerdorf“ übersetzen. Urkundlich erwähnt wird der Ort 960, als ein deutscher König seinen dortigen Hof einer bedeutenden Trierer Abtei überschrieb, 1098 bestätigte Kaiser Heinrich IV. dem Trierer Simeonstift seinen dortigen Besitz, die heutige Weinlage Simonsberg.
Seinen Ruf über die Region hinaus verdankt der Ort besonders der Weinlage „Großer Herrgott“, benannt nach einem 1968 auf dem Geyerskopf in den Weinbergen errichteten, außergewöhnlich großen Kruzifix. Weitere Lagen sind Geierslay, Ohligsberg und Stefanslay. Seit 1902 werden im fünfjährlichen Turnus die Wintricher Passionsspiele über mehrere Wochen in der Ortskirche aufgeführt, getragen von einem Passionsspielverein mit rund 350 Mitgliedern; zum hundertjährigen Jubiläum kamen 8000 Besucher. An der Mosel bei Wintrich liegen eine Staustufe mit Laufwasserkraftwerk und Schleuse, jedoch keine Brücke.
Auf 17,5 km² zählt die 54487 939 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 54 je Quadratkilometer. Über die Bundesstraße 53 ist der Ort mit Niederemmel und Filzen verbunden; Nachbar-PLZ sind Monzelfeld und Hochscheid, Morbach und Piesport.