Über die Postleitzahl 54558
Gillenfeld stellt gut zwei Fünftel der Fläche der gleichnamigen Postleitzahl 54558 im Landkreis Vulkaneifel, ergänzt um Strohn, Winkel, Mückeln und Saxler.
Der Ort erscheint erstmals 1016 in einer Urkunde, mit der Kaiser Heinrich II. dem Koblenzer Florinsstift Markt-, Münz- und Zollrechte in Gillenfeld übertrug. Zwischen 1836 und 1884 wanderten etliche Bewohner nach Amerika und Algerien aus, zudem vernichteten zwei Großbrände 1876 und 1887 große Teile der Bebauung. Nahe dem Ort liegt das Pulvermaar, das abgesehen vom Bodensee und den Alpenrandseen als tiefster natürlicher See Deutschlands gilt und zusammen mit dem Holzmaar die Gillenfelder Maare bildet. Im benachbarten Strohn erklärt ein Erlebnismuseum die vulkanische Geschichte der Gegend, ein Rundweg führt durch die sogenannte Strohner Schweiz. In Mückeln bewahrte 1944 der Pater Michael Demuth den Ort vor der Zerstörung, indem er Soldaten einer Flakstellung zur Aufgabe überredete.
Auf 36,7 km² zählt die Region 2.275 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 62 je Quadratkilometer. Auf der 1988 stillgelegten Bahntrasse verläuft heute der Maare-Mosel-Radweg durch Gillenfeld. Nachbar-PLZ sind Manderscheid, Bettenfeld und das Gebiet um Mehren.