Über die Postleitzahl 54586
Schüller, ein kleines Dorf am oberen Lauf der Kyll in der westlichen Hocheifel, stellt den Löwenanteil dieser flächenmäßig winzigen Postleitzahl im Landkreis Vulkaneifel, ergänzt um einen schmalen Randstreifen der Nachbargemeinde Jünkerath.
Der Ort geht der Überlieferung nach auf eine römische Militärstation namens Scolinaria zurück, die als Vorposten des Kastells Icorigium im heutigen Jünkerath diente. Urkundlich erwähnt wird Schüller erstmals am 19. September 855 als Sconilare, an dem Kaiser Lothar I. kurz vor seinem Tod eine letzte, folgenreiche Urkunde siegelte: die Teilung seines Reiches unter den Söhnen. Im 17. Jahrhundert war der Ort zeitweise ein Lehen derer von Schönberg, später verpachtet an die Grafen von Manderscheid-Blankenheim. Bis heute ist Schüller ein typisches, gewerbearmes Eifeldorf mit nur wenigen Haupterwerbslandwirten, in dem sich jedoch mehrere Künstler niedergelassen haben – darunter Georg Meistermann, der von 1972 bis zu seinem Tod 1990 hier wohnte.
Auf 4,2 km² leben 290 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 69 je Quadratkilometer.
Direkt angrenzend liegen die Postleitzahlen von Jünkerath und Stadtkyll.