Über die Postleitzahl 55566
Zwischen Hunsrück und Nordpfälzer Bergland liegt im Landkreis Bad Kreuznach die Postleitzahl 55566, deren größter Teil auf die Stadt Bad Sobernheim entfällt; kleinere Anteile gehören zu Meddersheim, Kirschroth, Daubach, Ippenschied und Rehbach. Alle sechs Gemeinden bilden zusammen die Verbandsgemeinde Nahe-Glan.
Bad Sobernheim wurde 1074 erstmals als „Soberenheim“ urkundlich erwähnt und erhielt bereits 1292 Stadtrechte. Als staatlich anerkanntes Heilbad ist der Ort heute vor allem durch zwei Fossilienfundstätten bekannt: Nach der Sandgrube beim Ortsteil Steinhardt sind die sogenannten Steinhardter Erbsen benannt, Sandsteinkonkretionen mit eingeschlossenen Pflanzenfossilien. Der Marumpark in der Innenstadt geht auf den ehemaligen Privatgarten der jüdischen Familie Marum zurück, deren Strumpffabrik von 1865 bis 1982 in der Stadt ansässig war. Ein 3,5 Kilometer langer Barfußpfad führt durch die Flussaue der Nahe. In der Umgebung liegt das Rheinland-Pfälzische Freilichtmuseum, das mit versetzten historischen Bauten aus vier Landschaften zeigt, wie in Rheinland-Pfalz einst gewohnt und gearbeitet wurde.
Die kleineren Orte der PLZ haben eigene, deutlich ältere Wurzeln: Kirschroth wurde 1364 erstmals als „Rodde“ genannt und liegt als Weinort in einem Seitental der Nahe, Ippenschied bereits 1348. Auf dem Gebiet der PLZ leben 8.549 Menschen auf 82,6 km², was einer Dichte von 104 Einwohnern je Quadratkilometer entspricht. Nachbarn sind unter anderem Staudernheim, Monzingen und die Kreisstadt Kirn.