Über die Postleitzahl 56182
Am rechten Rheinufer nördlich von Koblenz, im westlichen Ausläufer des Westerwalds, liegt die kleine Ortsgemeinde Urbar, die den größten Teil dieser Postleitzahl einnimmt; kleinere Anteile entfallen auf angrenzende Flächen von Vallendar, Koblenz und Simmern. Urbar zählt zu den frühesten Siedlungsplätzen der Region und gehörte mit der Errichtung des Limes zum Römischen Reich. Die erste schriftliche Erwähnung 1167 als „overvare“ (Überfahrt) verweist auf eine frühere Rheinfähre nach Neuendorf, die zusammen mit dem Wappen des Trierer Kurfürsten bis heute im Ortswappen erscheint.
Oberhalb des Rheins, auf der Hochterrasse südöstlich des Ortes, siedelten sich 1440 Schwestern aus dem Kloster Ehrenbreitstein im Klostergut Besselich an; eine dortige Kapelle ist bereits für 1204 belegt. Über viele Jahrhunderte, bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts, wurde südlich des Ortes Ton abgebaut, aus dem zahlreiche Fliesen in Koblenzer Bauwerken verarbeitet wurden. Die 1945 zerstörte neugotische Dorfkirche wich 1966 einem Neubau mit charakteristischem Zeltdach und Fenstern des Glasmalers Paul Weigmann.
3.250 Einwohnerinnen und Einwohner zählt das Gebiet auf 3,7 km², entsprechend 887 je Quadratkilometer. Über die B 42 und mehrere Buslinien ist Koblenz rasch mit dem Nahverkehr zu erreichen. Nachbarn der Postleitzahl sind Koblenz und Vallendar.