Über die Postleitzahl 56410
Montabaur, Kreisstadt des Westerwaldkreises, füllt die Postleitzahl 56410 fast vollständig aus. Der Name geht auf den Trierer Erzbischof Dietrich von Wied zurück, der die zerstörte Burg Humbach um 1217 wiederaufbauen ließ und sie wegen der Ähnlichkeit des Hügels mit dem Berg Tabor „Mons Tabor“ nannte – daraus wurde Montabaur. Die Geschichte des Ortes selbst reicht bis 959 zurück, als das Kastell erstmals urkundlich erwähnt wurde; 1291 verlieh König Rudolf von Habsburg der Stadt die Stadtrechte. Seit 1972 zählen zudem sieben ehemals selbständige Dörfer des Umlands zur Stadt, darunter Bladernheim und Wirzenborn – landwirtschaftlich geprägte Orte, die heute vor allem als Wohnplätze für Pendler dienen.
Das heutige Stadtbild prägen der neugotische Rathausbau „Roter Löwe“, viele gut erhaltene Fachwerkbauten aus dem Spätmittelalter und der frühen Neuzeit sowie Reste der Stadtmauer mit dem Wolfsturm. Von 1966 bis 2004 war die Westerwaldkaserne Standort eines Raketenartilleriebataillons, dessen Gelände heute als Wohn- und Gewerbequartier dient. Verkehrlich ist Montabaur durch den ICE-Bahnhof an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main überregional angebunden, was auch Unternehmen wie 1&1 und Ionos an den Standort zog.
Auf 33,8 km² zählt die PLZ 14.618 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 432 je Quadratkilometer. Montabaur grenzt an Eitelborn, Hillscheid und die umliegenden Dörfer der Postleitzahlen 56412 und 56424.