Über die Postleitzahl 56477
Rennerod, Grundzentrum und Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde im Westerwaldkreis, bildet zusammen mit Waigandshain, Nister-Möhrendorf und Zehnhausen bei Rennerod diese Postleitzahl. Bis zur Wiedervereinigung 1990 lag im Stadtgebiet von Rennerod der geographische Mittelpunkt der Bundesrepublik Deutschland.
Urkundlich erstmals 1217 als Reynderode erwähnt, geht die Gründung wohl auf die Karolingerzeit zurück; Flurnamen wie „Seltzerweg“ verweisen auf den Salzhandel, der einst über die hier kreuzenden Handelsstraßen zwischen Siegerland, Koblenz, Frankfurt und Mainz lief. Spätestens ab 1452 war Rennerod Sitz eines Zentgrafen und setzte sich bis 1591 endgültig als Marktort und Verwaltungssitz gegen das benachbarte Emmerichenhain durch. Waigandshain und Zehnhausen entstanden vermutlich während der fränkischen Landnahme des Westerwalds und gehörten wie Nister-Möhrendorf über Jahrhunderte zum Kirchspiel Emmerichenhain. In Zehnhausen brannten 1658 innerhalb einer Stunde sechzehn Häuser nieder, während in Nister-Möhrendorf bis 1959 eine Mühle in Betrieb war. Die nahe Breitenbachtalsperre staut den Breitenbach, einen östlichen Zufluss der Nister.
Die Postleitzahl zählt 5.395 Einwohnerinnen und Einwohner auf 28,0 km², das ergibt eine Dichte von 193 je km².
In Rennerod kreuzen sich die Bundesstraßen 54 und 255; die Vorwahl 02664 gilt auch in den umliegenden Gemeinden, westlich reicht das Gebiet bis an die hessische Grenze bei Driedorf.