Über die Postleitzahl 56598
Der Weinort Rheinbrohl im Landkreis Neuwied liegt dem auf der anderen Flussseite gelegenen Brohl-Lützing gegenüber und macht gut zwei Drittel dieser PLZ-Fläche aus. Den größten Teil des Rests bildet die Ortsgemeinde Hammerstein, die sich südlich anschließt; beide gehören der Verbandsgemeinde Bad Hönningen an. Zur PLZ zählt außerdem der Rheinbrohler Ortsteil Arienheller.
In Rheinbrohl beginnt der einstige römische Grenzwall, der 2005 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde – von hier aus zog sich die Anlage einst bis weit nach Süddeutschland, ihren Verlauf zeichnet bis heute der Deutsche Limes-Radweg nach. Der Ort selbst taucht erstmals 877 in einer Verfügung des westfränkischen Herrschers Karl des Kahlen auf. Über der Ortslage erhebt sich die Rheinbrohler Ley, ein den Rhein überragender Felsenberg mit Aussicht in alle Himmelsrichtungen. Hammerstein wiederum wird von der Ruine der Burg Hammerstein überragt, die schon 1002 als Reichsburg genannt wurde und zeitweise die Reichsinsignien beherbergte; im Ort wird seit dem 18. Jahrhundert Wein angebaut, unter anderem in den Lagen In den Layfelsen, Hölle und Schloßberg.
Auf der Fläche von 24,3 km² zählt die PLZ 4.498 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht einer Dichte von 185 je Quadratkilometer. Durch Rheinbrohl führt die rechte Rheinstrecke mit eigenem Bahnhof, an dem Regionalbahn und Regionalexpress halten, während die Bundesstraße 42 beide Orte mit den Ballungsräumen Köln/Bonn und Koblenz verbindet.