Über die Postleitzahl 56820
Senheim gibt dieser Postleitzahl an der Mittelmosel den Namen und liegt zusammen mit den Weinorten Briedern, Mesenich und Nehren in der Verbandsgemeinde Cochem im Landkreis Cochem-Zell. Zu Senheim gehört auf der gegenüberliegenden Flussseite der kleinere Ortsteil Senhals, seit 1967 durch eine Brücke verbunden.
Senheim und Senhals waren im Mittelalter „dreiherrig“ und teilten sich die Landeshoheit zwischen dem Trierer Kurfürsten, dem Grafen von Sponheim und den Herren von Braunshorn-Metternich-Beilstein. Ein Großbrand legte den befestigten Ort 1839 innerhalb kurzer Zeit fast vollständig in Schutt und Asche, über hundert Wohnhäuser fielen den Flammen zum Opfer; nur die 1075 erbaute Kirche mit ihrem Barockaltar von Januarius Zick überstand das Feuer. Nehren, urkundlich schon 634 erwähnt, entstand aus der römischen Villa Nogeria. In Briedern war die Servatiuskirche Ziel von Wallfahrten, bis der Ort 1595 vom Hauptmann Anton Langhaar überfallen wurde, der sich allerdings zur Wehr setzen konnte. In Mesenich zeugt der spätbarocke Brauweiler Hof von der früheren Zehntherrschaft der gleichnamigen Abtei.
Auf 19,7 km² kommen 1.327 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 67 je Quadratkilometer.
Nachbarorte sind unter anderem Ediger-Eller und Zell; die Vorwahl der Dörfer lautet 02673.