Über die Postleitzahl 57638
Zu beiden Seiten der Wied, etwa fünf Kilometer südwestlich von Altenkirchen, liegen die Ortsgemeinden Neitersen und Schöneberg, beide Teil der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld. Neitersen entstand zum 1. Januar 2021 durch den Zusammenschluss mit der vormals eigenständigen Gemeinde Obernau und gliedert sich heute in mehrere Ortsteile: Fladersbach, das mit dem Hauptort zusammengewachsen ist, Kahlhardt und Neiterschen südlich der Wied sowie Niederölfen auf dem Höhenzug oberhalb.
Schon 1262 werden in einem Vertrag der Gräfin Mechthild von Sayn mit dem Kölner Erzbischof drei Dienstleute aus „Nithirshusen“ genannt – dem heutigen Neitersen. Bis zur Reformation verlief hier eine Gaugrenze: Die Dörfer rechts der Wied gehörten zum Auelgau und dem Kirchspiel Birnbach, jene links davon zum Engersgau und dem Kirchspiel Schöneberg; erst 1489 kamen beide Teile unter die Herrschaft der Grafen von Sayn. 1848 ließ der spätere Genossenschaftsgründer Friedrich Wilhelm Raiffeisen, damals Bürgermeister von Weyerbusch, in Fladersbach ein Schulhaus errichten. Heute prägen die Holzbachtalbahn im Güterverkehr, mehrere Industriebetriebe und das mehrfach preisgekrönte Programmkino Wied-Scala den Ort.
1.532 Menschen leben auf 10,3 km², das entspricht 149 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Altenkirchen, Birnbach und Flammersfeld.