Über die Postleitzahl 58769
Zwischen den Höhen des Lennegebirges und dem engen Tal der Lenne liegt die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde im Märkischen Kreis, die dieser Postleitzahl fast vollständig entspricht. Sie entstand 1907 durch königlichen Erlass aus den Gemeinden Kelleramt, seither Nachrodt genannt, und Wiblingwerde. Zu ihr gehören außerdem die Ortsteile Herlsen, Rennerde, Veserde, Brenscheid, Opperhusen und weitere Weiler. Wiblingwerde trägt den staatlichen Titel Erholungsort.
Bodenfunde belegen eine Besiedlung Wiblingwerdes bereits im 9. Jahrhundert, vermutlich mit einer Kapelle und einem Curtis aus der Zeit Karls des Großen; im 13. Jahrhundert entstand dort die Johanneskirche. Mehrere große Brände – 1663, 1690, 1703 und zuletzt 1709, als fast der ganze Ort niederbrannte – vernichteten die älteren schriftlichen Zeugnisse. Mit der Industrialisierung siedelten sich im 19. Jahrhundert metallverarbeitende Betriebe an, darunter die Puddel- und Walzwerke der Firma Eduard Schmidt, aus denen später die Westfälische Union AG hervorging; 1900 erhielt Nachrodt einen eigenen Bahnhof. Bis heute lebt mit dem Mühlenbacktag an der Brenscheider Kornmühle seit 1984 und dem jährlichen Maibaum auf dem Dorfplatz Wiblingwerde ländliches Brauchtum weiter.
Auf 28,9 km² zählt die Postleitzahl 6.152 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 213 je km². Nachbar-Postleitzahlen liegen unter anderem in Iserlohn, Schalksmühle, Altena und Hagen.