Über die Postleitzahl 59457
Die Wallfahrtsstadt Werl im Kreis Soest liegt inmitten einer fruchtbaren Ackerlandschaft, der sogenannten Werl-Unnaer Börde, und bildet mit ihren Ortsteilen Hilbeck, Westönnen, Holtum, Westbüderich, Sönnern, Budberg und Mawicke fast vollständig die Postleitzahl 59457. Diesen Namenszusatz darf die Stadt seit 2015 offiziell führen.
Schon um 850 wird die Salzgewinnung im Ort erstmals urkundlich erwähnt, und um 900 zogen die einflussreichen Grafen von Werl von Meschede hierher, um ihre Grafenburg zu errichten. Verheerende Stadtbrände prägten die Neuzeit: 1549 brannte die halbe Stadt ab, ein Jahr später legte ein Zimmerknecht erneut Feuer und 107 Häuser fielen den Flammen zum Opfer. Seit 1661 entwickelte sich Werl zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte Deutschlands, dessen Wallfahrtsbasilika von 1904 bis 1906 erbaut wurde; 1953 verlieh der Papst ihr den Rang einer Basilika minor. Im Ortsteil Westönnen legten Archäologen seit 2024 die Reste einer germanischen Hofstelle aus der Zeit um Christi Geburt sowie eine rund 2500 Jahre alte eisenzeitliche Salzsiederei frei.
Auf 76,1 km² leben 29.938 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 394 je Quadratkilometer. Die Postleitzahl grenzt an Wickede, Hamm, Unna, Ense, Soest und Welver.